Seit 20 Jahren gibt es das Liceo Artistico in der Enge. Zwei Lehrerinnen erzählen.
Loris Scuola ist mit zwölf Jahren in die Schweiz gezogen, wo ihre Eltern als Gastarbeiter arbeiteten. Als Kind litt sie unter einem Kulturschock. Im Liceo hat sie eine neue Heimat gefunden und arbeitet heute als Lehrerin für Mathematik.
Gabriella Lanfranchi ist in Zürich geboren und zweisprachig aufgewachsen. Die zwei Kulturen waren für sie immer eine Bereicherung. Auch sie hat im Liceo ein neues Zuhause gefunden.
Die Schüler kommen nicht wegen der Mathematik ins Liceo, trotzdem erreichen sie ein erstaunliches Niveau. Die visuelle Schulung hilf ihnen bei mathematischen Fragestellungen.
Im ersten Jahr wird Mathematik noch auf Deutsch unterrichtet, die folgenden vier Jahre läuft Mathematik auf Italienisch. Um den Wechsel nicht zu hart zu machen, werden bereits im ersten Jahr wichtige Begriffe auf Italienisch eingeführt. Bei Bedarf wird auch später übersetzt.
Für die, die Mathematik noch nie mochten, ist der Unterricht auf Italienisch eine neue Chance. Auch die kleinen Klassen von 12 Schülern erleichtern den Unterricht.
Das zweisprachige Schulzimmer führt zu vielen Lachern, immer wieder passieren amüsante Sprachfehler auf Seiten der Schüler sowie der Lehrer, die für fünf Jahre aus Italien kommen, um am Liceo zu unterrichten.
Die italienischen Lehrpersonen sind offen für neue Unterrichtsformen und lassen den Frontalunterricht in Italien zurück.
Während die italienischen Gestaltungslehrer einen akademischen, klassischen Unterricht führen, interessieren sich die schweizerischen Gestaltungslehrer viel mehr für Alltagsgegenstände und arbeiten gerne mit modernen Medien, was neben Stirnrunzeln auch zur Inspiration führen kann.
Auch Kulinarik hat im Liceo Tradition. In der Morgenpause verkauft der Hauswart selbst gebackene neapolitanische Süssigkeiten, bei Anlässen backt er Pizza.
Die in Italien geborene Lehrerin bedauern, dass nicht mehr Kinder mit italienischem Hintergrund ins Liceo kommen.
Die Schüler schätzen und respektieren die Schönheit ihres Schulhauses, es kam noch nie zu Vandalenakten. Die Ästhetik der Villa inspiriert sie, mehr zu leisten.
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Ich habe die Interviewform gestrichen, da diese meiner Meinung nach nicht relevant ist.
Die konkreten Beispiele der Sprachfehler habe ich nicht in meine Zusammenfassung genommen, da ich finde, sie tragen nicht zum Verständnis des Textes bei und können mit einem Satz ersetzt werden. Den Abschnitt mit Ispettore Di Raco habe ich aus dem gleichen Grund gestrichen.
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