Sonntag, 28. März 2010

Planmässig

Planmässig.
Einen Plan machen und sich daran halten, das ist planmässig.
Funktioniert das? Macht es das Leben einfacher?
Zum Teil - und ja. Das Problem ist nur, dass, um Planmässigkeit zu erreichen, ein wenig Disziplin gefragt ist, sonst nützt auch der beste Plan nichts.
Grundsätzlich ist es aber eine gute Sache, denn man hat den Überblick und ein Ziel. Ein Ziel zu haben halte ich für ganz schön wichtig. Und was macht ein normaler Mensch um ein Ziel zu erreichen? Einen Plan. Und dann hält er sich an diesen Plan. Planmässig. Und dieser Plan nimmt einem die Freiheit. Die Freiheit das zu tun was man will. Die Freiheit spontan zu sein.

Als Baby hat man noch keine Pläne. Man ist frei. Nur merkt man es nicht. Man ist ja noch ein Baby. Und später hat man auf einmal Pläne, ohne dass man es gemerkt hat. In unserer Welt lebt fast jede Person planmässig, man hat den Plan, am Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Am Morgen verläuft alles planmässig, und man erreicht die Arbeit wie immer. Wenn es nicht planmässig geht, kommt man halt zu spät, aber der Plan ist aufgegangen, man hat die Arbeit erreicht.

Was wäre wenn wir keine Pläne hätten? Wenn nichts planmässig laufen müsste? Die Welt wie wir sie kennen, würde nicht mehr existieren. Es gäbe keine Ordnung, kein Oben, kein Unten. Anarchie. So wollen wir nicht leben, wir könnten nicht mehr in die Migros gehen um einzukaufen, denn da gäbe es niemanden, der planmässig zur Arbeit gekommen ist, um uns etwas zu verkaufen. Wir müssten alle unsere Kleider selber nähen, denn es gäbe ja niemanden der sie für uns näht und dann verkauft. Ah, und wir müssten unser Haus selber bauen, denn es gäbe ja auch keine Bauarbeiter, aus dem gleichen Grund aus dem es keine Verkäufer gäbe. Deshalb will der Mensch, dass alles planmässig läuft. Damit wir Ziele erreichen und weiter kommen.

Vielleicht ist das der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Wir haben Pläne für die Zukunft und wollen, dass alles planmässig läuft. Ein Tier hat nur das Ziel zu essen und sich zu vermehren, aber ob das planmässig abläuft interessiert es nicht, das macht sein Instinkt.

Planmässig

Donnerstag, 25. März 2010

Quellenangabe

Für den vorherigen Blog holte ich mir Inspiration aus dem Album "Dis wo ich herkomm" von Samy Deluxe und aus dem Album "Zrugg id Zuäkunft" von Bandit.

Ich übernahm aus folgenden Liedern Textpassagen:

Samy Deluxe:
Stumm
Vatertag

Bandit:
Nöd allei

Die Internetseiten nutzte ich zum Zeitpunkt des 25.3.2010

Und wo bleibt die Gerechtigkeit?

Tagebuch Ausschnitte von Jessica Hauser

18.5.2009

Weshalb fragen mich eigentlich immer alle was die Gewalt mir bringt?
Ist es eigentlich nicht völlig klar? Sieht der Rest der Wellt all diese Scheisse, all diesen Schmerz nicht? All diesen Frust?
What the hell, wir leben im Konsumrausch, werden kontrolliert von der Macht und lassen uns das Hirn waschen, und sie fragen mich warum ich was verändern will?
Ich halte den Blick nach vorne und gebe nicht auf, auch wenn sie meinen Weg nicht akzeptieren. Wenn ich nicht wäre wie ich bin, würde alles besser sein? Vielleicht ist die Gewalt nicht der richtige Weg, aber was soll ich sonst tun, das Land drückt mich nach unten, ich habe nicht die Möglichkeit etwas anderes zu machen. Die Gewalt ist das was mich reflektiert.
Ich habe durch den Konsumwahn meine Werte verloren, und die Gesellschaft ist auf dem besten Weg das gleiche Schicksal zu ereilen.
Warum stehe ich überhaupt noch jeden Tag auf, wenn es mir die Gesellschaft sowieso schon so schwer macht? Hier wird man doch sowieso nur reich wenn man schon reich ist. Ist doch klar, dass hier jeder den Staat beleidigt wenn jeder Zweite unterdrückt ist!! Aber wir lassen es mit uns machen, denn sie überwachen uns und halten uns stumm und arm. Kann mir mal jemand die Demokratie erklären? Denn hier geschieht nichts im Sinne des Volkes... was ist bloß mit unserer Macht passiert? Ich wünschte, dieses Land wäre farbig wie ein Comic, stattdessen sitzen wir hinter dem Computer oder vor der Glotze und scheren uns einen feuchten was da draussen abgeht...
Ich gehe schlafen, vielleicht ist morgen ja alles besser...

20.5.2009

Heute war da auf dem Weg zur Arbeit so ein Typ der aussah wie Papa, na gut, als ich mit ihm fertig war nicht mehr, aber das ist auch gut so.
Aber vielleicht bildete ich mir auch nur ein dass er so aussah, ich weiss ja nicht mehr so genau wie der aussieht, es war ja kein Vater da.
Er schaffte es irgendwann sich um zudrehen und nie wieder zurück zu sehen. Wenn es nach mir ginge, könnte er zur Hölle fahren.
Es hat mir nie jemand gezeigt, wie man mit Druck auskommt, oder wie man selbstbewusst wird. Ich musste mir viel zu viel selber beibringen. Auch wenn meine Mutter da war, doch sie ging Tag für Tag zur Arbeit um mir das Essen auf den Tisch zu stellen. Sie ist die beste Mutter von allen, denn sie hat mich nie aufgegeben und immer an mich geglaubt.
Trotzdem wünschte ich mir manchmal, ihn wieder zu sehen… Ich vermisse ihn, und es gibt keinen Ersatz, niemand der mir die Liebe geben kann die ich von ihm gebraucht hätte. Vielleicht ist auch er der Grund weshalb ich so viel nachdenke. Ich sah schon viel zu früh, dass Menschen Arschlöcher sein können. Wäre er geblieben, wäre ich in einer heilen Welt aufgewachsen, dann würde ich jetzt vielleicht immer noch glauben, dass da draussen alles mit rechten Dingen zu geht. Aber es ist nicht so, es war nie so.

Gott, dieser Typ heute morgen hat mich ganz schön auf die Palme gebracht! Aber was kann ich denn dafür, dass er aussah wie ein Arschloch?




17.3.2010

Fuck, ich bin ganz schön naiv geworden…
Vielleicht hat es auch gar nichts mit Naivität zu tun, dass Männer Arschlöcher sind.
Wie kann ein Mann nur so zärtlich sein und doch völlig leer und ohne Gefühle?
Ich verstehe es nicht, vielleicht ist da eine Maschine an dem Ort wo ich ein Herz glaubte zu spüren. Aber ich hörte doch seinen Herzschlag, fühlte seine Wärme… Dass das Einbildung war, kann mir niemand sagen.
Ich lasse mich auf etwas ein, glaube dass noch nie zuvor ein Mann so auf mich eingegangen ist, mich so verstanden hat und mir so viel gegeben hat. Glaube, dass wir perfekt harmonieren und muss am Schluss doch merken, dass alles nur gespielt war? Ich dachte ich wüsste wie Männer ticken, dachte mich verarsche man nicht so leicht, dachte ich wüsste auf was ich mich einlasse. Und jetzt sitze ich hier, immer noch als eine leere Hülle und habe das Gefühl dass sich die ganze Erde dreht, nur ohne mich…
Ich gehe am Wochenende in den Club, um vor allem zu fliehen, denn ich werde nicht verstanden da draussen. Ich zeige es zwar niemandem, aber innerlich schreie ich und glaube ich halte es bald nicht mehr aus. Will nicht alleine gehen, es wäre so viel einfacher, wenn da jemand wäre, der mir hilft, der mir Halt gibt. So viele Kriesen hätte ich besser überstanden, wäre da eine Hand gewesen die mich hochzieht und mit mir durch alles geht. Doch da ist niemand, da bin nur ich, auf einem Weg voller Hügel und Dellen und ich muss alles ganz alleine meistern.

Verarscht und naiv fühle ich mich… Hauptsächlich verarscht… Ich bin ja so dämlich!!!

Sonntag, 7. März 2010

Axolotl Roadkill

Wir haben in der Schule das Buch Axolotl Roadkill (was um Himmels Willen ist das für ein Name??) begonnen zu lesen. mein erster Gedanke war: Wuheeeeee! Denn Bücher über kaputte Menschen faszinieren mich komischer weise immer wieder. Das Buch ging sehr gestört weiter, oft habe ich nicht mehr ganz verstanden um was es genau geht, aber das ist mir relativ egal.
Mich zieht das Buch in seinen Bann weil ich verstehen möchte wie dieses Mädchen denkt und ich finde es interessant wie sie lebt, denn ihr Leben sieht einiges anders aus als meines!
Ich glaube man interessiert sich immer für Dinge die man nicht aus eigener Erfahrung kennt, das ist wohl auch der Grund weshalb ich immer wieder solche Bücher lese: Weil ichein ziemlich glückliches Leben habe und noch nie ein Drogenproblem hatte und es hoffentlich auch nie haben werde.

Das Buch hat bis an dem Ort wo ich es gelesen habe nicht wirklich einen Ablauf oder Rotenfaden. Es werden Träume geschildert und verschiedene Situationen. Mit der zeit weiss man gar nicht mehr so genau was jetzt wirklich passiert und was sie nur denkt oder träumt, aber das ist nicht weiter ein Problem, da Ihre Wirklichkeit fast genauso komisch ist wie ihre Träume!
Das einzige was mich wirklich stört, ist dass ich nicht immer verstehe welcher Name zu welcher Person gehört. Das kann ziemlich verwirrend sein.

Ich würde von diesem Buch gerne noch mehr lesen, erstens um zu sehen wie sich die Erzählweise entwickelt und zweitens, wie schon erwähnt, weil ich auf so verrückte Dinge stehe.