Tagebuch Ausschnitte von Jessica Hauser
18.5.2009
Weshalb fragen mich eigentlich immer alle was die Gewalt mir bringt?
Ist es eigentlich nicht völlig klar? Sieht der Rest der Wellt all diese Scheisse, all diesen Schmerz nicht? All diesen Frust?
What the hell, wir leben im Konsumrausch, werden kontrolliert von der Macht und lassen uns das Hirn waschen, und sie fragen mich warum ich was verändern will?
Ich halte den Blick nach vorne und gebe nicht auf, auch wenn sie meinen Weg nicht akzeptieren. Wenn ich nicht wäre wie ich bin, würde alles besser sein? Vielleicht ist die Gewalt nicht der richtige Weg, aber was soll ich sonst tun, das Land drückt mich nach unten, ich habe nicht die Möglichkeit etwas anderes zu machen. Die Gewalt ist das was mich reflektiert.
Ich habe durch den Konsumwahn meine Werte verloren, und die Gesellschaft ist auf dem besten Weg das gleiche Schicksal zu ereilen.
Warum stehe ich überhaupt noch jeden Tag auf, wenn es mir die Gesellschaft sowieso schon so schwer macht? Hier wird man doch sowieso nur reich wenn man schon reich ist. Ist doch klar, dass hier jeder den Staat beleidigt wenn jeder Zweite unterdrückt ist!! Aber wir lassen es mit uns machen, denn sie überwachen uns und halten uns stumm und arm. Kann mir mal jemand die Demokratie erklären? Denn hier geschieht nichts im Sinne des Volkes... was ist bloß mit unserer Macht passiert? Ich wünschte, dieses Land wäre farbig wie ein Comic, stattdessen sitzen wir hinter dem Computer oder vor der Glotze und scheren uns einen feuchten was da draussen abgeht...
Ich gehe schlafen, vielleicht ist morgen ja alles besser...
20.5.2009
Heute war da auf dem Weg zur Arbeit so ein Typ der aussah wie Papa, na gut, als ich mit ihm fertig war nicht mehr, aber das ist auch gut so.
Aber vielleicht bildete ich mir auch nur ein dass er so aussah, ich weiss ja nicht mehr so genau wie der aussieht, es war ja kein Vater da.
Er schaffte es irgendwann sich um zudrehen und nie wieder zurück zu sehen. Wenn es nach mir ginge, könnte er zur Hölle fahren.
Es hat mir nie jemand gezeigt, wie man mit Druck auskommt, oder wie man selbstbewusst wird. Ich musste mir viel zu viel selber beibringen. Auch wenn meine Mutter da war, doch sie ging Tag für Tag zur Arbeit um mir das Essen auf den Tisch zu stellen. Sie ist die beste Mutter von allen, denn sie hat mich nie aufgegeben und immer an mich geglaubt.
Trotzdem wünschte ich mir manchmal, ihn wieder zu sehen… Ich vermisse ihn, und es gibt keinen Ersatz, niemand der mir die Liebe geben kann die ich von ihm gebraucht hätte. Vielleicht ist auch er der Grund weshalb ich so viel nachdenke. Ich sah schon viel zu früh, dass Menschen Arschlöcher sein können. Wäre er geblieben, wäre ich in einer heilen Welt aufgewachsen, dann würde ich jetzt vielleicht immer noch glauben, dass da draussen alles mit rechten Dingen zu geht. Aber es ist nicht so, es war nie so.
Gott, dieser Typ heute morgen hat mich ganz schön auf die Palme gebracht! Aber was kann ich denn dafür, dass er aussah wie ein Arschloch?
17.3.2010
Fuck, ich bin ganz schön naiv geworden…
Vielleicht hat es auch gar nichts mit Naivität zu tun, dass Männer Arschlöcher sind.
Wie kann ein Mann nur so zärtlich sein und doch völlig leer und ohne Gefühle?
Ich verstehe es nicht, vielleicht ist da eine Maschine an dem Ort wo ich ein Herz glaubte zu spüren. Aber ich hörte doch seinen Herzschlag, fühlte seine Wärme… Dass das Einbildung war, kann mir niemand sagen.
Ich lasse mich auf etwas ein, glaube dass noch nie zuvor ein Mann so auf mich eingegangen ist, mich so verstanden hat und mir so viel gegeben hat. Glaube, dass wir perfekt harmonieren und muss am Schluss doch merken, dass alles nur gespielt war? Ich dachte ich wüsste wie Männer ticken, dachte mich verarsche man nicht so leicht, dachte ich wüsste auf was ich mich einlasse. Und jetzt sitze ich hier, immer noch als eine leere Hülle und habe das Gefühl dass sich die ganze Erde dreht, nur ohne mich…
Ich gehe am Wochenende in den Club, um vor allem zu fliehen, denn ich werde nicht verstanden da draussen. Ich zeige es zwar niemandem, aber innerlich schreie ich und glaube ich halte es bald nicht mehr aus. Will nicht alleine gehen, es wäre so viel einfacher, wenn da jemand wäre, der mir hilft, der mir Halt gibt. So viele Kriesen hätte ich besser überstanden, wäre da eine Hand gewesen die mich hochzieht und mit mir durch alles geht. Doch da ist niemand, da bin nur ich, auf einem Weg voller Hügel und Dellen und ich muss alles ganz alleine meistern.
Verarscht und naiv fühle ich mich… Hauptsächlich verarscht… Ich bin ja so dämlich!!!
18.5.2009
Weshalb fragen mich eigentlich immer alle was die Gewalt mir bringt?
Ist es eigentlich nicht völlig klar? Sieht der Rest der Wellt all diese Scheisse, all diesen Schmerz nicht? All diesen Frust?
What the hell, wir leben im Konsumrausch, werden kontrolliert von der Macht und lassen uns das Hirn waschen, und sie fragen mich warum ich was verändern will?
Ich halte den Blick nach vorne und gebe nicht auf, auch wenn sie meinen Weg nicht akzeptieren. Wenn ich nicht wäre wie ich bin, würde alles besser sein? Vielleicht ist die Gewalt nicht der richtige Weg, aber was soll ich sonst tun, das Land drückt mich nach unten, ich habe nicht die Möglichkeit etwas anderes zu machen. Die Gewalt ist das was mich reflektiert.
Ich habe durch den Konsumwahn meine Werte verloren, und die Gesellschaft ist auf dem besten Weg das gleiche Schicksal zu ereilen.
Warum stehe ich überhaupt noch jeden Tag auf, wenn es mir die Gesellschaft sowieso schon so schwer macht? Hier wird man doch sowieso nur reich wenn man schon reich ist. Ist doch klar, dass hier jeder den Staat beleidigt wenn jeder Zweite unterdrückt ist!! Aber wir lassen es mit uns machen, denn sie überwachen uns und halten uns stumm und arm. Kann mir mal jemand die Demokratie erklären? Denn hier geschieht nichts im Sinne des Volkes... was ist bloß mit unserer Macht passiert? Ich wünschte, dieses Land wäre farbig wie ein Comic, stattdessen sitzen wir hinter dem Computer oder vor der Glotze und scheren uns einen feuchten was da draussen abgeht...
Ich gehe schlafen, vielleicht ist morgen ja alles besser...
20.5.2009
Heute war da auf dem Weg zur Arbeit so ein Typ der aussah wie Papa, na gut, als ich mit ihm fertig war nicht mehr, aber das ist auch gut so.
Aber vielleicht bildete ich mir auch nur ein dass er so aussah, ich weiss ja nicht mehr so genau wie der aussieht, es war ja kein Vater da.
Er schaffte es irgendwann sich um zudrehen und nie wieder zurück zu sehen. Wenn es nach mir ginge, könnte er zur Hölle fahren.
Es hat mir nie jemand gezeigt, wie man mit Druck auskommt, oder wie man selbstbewusst wird. Ich musste mir viel zu viel selber beibringen. Auch wenn meine Mutter da war, doch sie ging Tag für Tag zur Arbeit um mir das Essen auf den Tisch zu stellen. Sie ist die beste Mutter von allen, denn sie hat mich nie aufgegeben und immer an mich geglaubt.
Trotzdem wünschte ich mir manchmal, ihn wieder zu sehen… Ich vermisse ihn, und es gibt keinen Ersatz, niemand der mir die Liebe geben kann die ich von ihm gebraucht hätte. Vielleicht ist auch er der Grund weshalb ich so viel nachdenke. Ich sah schon viel zu früh, dass Menschen Arschlöcher sein können. Wäre er geblieben, wäre ich in einer heilen Welt aufgewachsen, dann würde ich jetzt vielleicht immer noch glauben, dass da draussen alles mit rechten Dingen zu geht. Aber es ist nicht so, es war nie so.
Gott, dieser Typ heute morgen hat mich ganz schön auf die Palme gebracht! Aber was kann ich denn dafür, dass er aussah wie ein Arschloch?
17.3.2010
Fuck, ich bin ganz schön naiv geworden…
Vielleicht hat es auch gar nichts mit Naivität zu tun, dass Männer Arschlöcher sind.
Wie kann ein Mann nur so zärtlich sein und doch völlig leer und ohne Gefühle?
Ich verstehe es nicht, vielleicht ist da eine Maschine an dem Ort wo ich ein Herz glaubte zu spüren. Aber ich hörte doch seinen Herzschlag, fühlte seine Wärme… Dass das Einbildung war, kann mir niemand sagen.
Ich lasse mich auf etwas ein, glaube dass noch nie zuvor ein Mann so auf mich eingegangen ist, mich so verstanden hat und mir so viel gegeben hat. Glaube, dass wir perfekt harmonieren und muss am Schluss doch merken, dass alles nur gespielt war? Ich dachte ich wüsste wie Männer ticken, dachte mich verarsche man nicht so leicht, dachte ich wüsste auf was ich mich einlasse. Und jetzt sitze ich hier, immer noch als eine leere Hülle und habe das Gefühl dass sich die ganze Erde dreht, nur ohne mich…
Ich gehe am Wochenende in den Club, um vor allem zu fliehen, denn ich werde nicht verstanden da draussen. Ich zeige es zwar niemandem, aber innerlich schreie ich und glaube ich halte es bald nicht mehr aus. Will nicht alleine gehen, es wäre so viel einfacher, wenn da jemand wäre, der mir hilft, der mir Halt gibt. So viele Kriesen hätte ich besser überstanden, wäre da eine Hand gewesen die mich hochzieht und mit mir durch alles geht. Doch da ist niemand, da bin nur ich, auf einem Weg voller Hügel und Dellen und ich muss alles ganz alleine meistern.
Verarscht und naiv fühle ich mich… Hauptsächlich verarscht… Ich bin ja so dämlich!!!
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