Samstag, 8. Januar 2011

Kopf oder Herz

Ich habe mich in diesem Blogauftrag mit dem Quartett und dem Rubai befasst. In allen drei Versen habe ich mit vierhebigen Jamben gearbeitet. In den zwei Quartetten endet jeweils die erste sowie die dritte Zeile weiblich. Das habe ich absichtlich so gemacht, ich wollte damit die Unentschlossenheit verdeutlichen und dass der Prozess des Entscheidens nicht abgeschlossen ist.

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In meinem Kopf schwirrt nun schon lange
auch dieser Zweifel hin und her.
Nun wird mir doch schon richtig bange
weiss ich jetzt weiter bald nicht mehr.

Und worauf soll ich mich verlassen?
Es kämpfen Herz und Kopf wie wild.
Sie können es wohl nicht mehr lassen
und mich zerreist es, dieses Bild.

Der Kopf sagt "Nein es ist genug"
Doch hat das Herz noch nicht genug
Es zieht mich fort an einen Ort
Das Hirn erwartet schon Betrug.

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Der Blog soll nicht benotet werden.

1 Kommentar:

  1. Ein kurzer Kommentar zum Technischen:

    Die Reime funktionieren problemlos, ich finde es auch schön, wie du die weiblichen und männlichen Kadenzen in den Quartetten variierst. Metrisch gibt es eigentlich auch keine Probleme. Ich frage mich aber, ob es nicht erstrebenswert wäre, alle Personalpronomen an die betonte Stelle zu rücken.

    Mir gefällt auch, dass du am Stück geschrieben hast. In der allerletzten Zeile stosse ich mich aber am Wort 'Hirn'. Vorher hast du doch immer von 'Herz' und 'Kopf' gesprochen. Und wenn du die Variation suchst, dann gäbe es immer noch etwas wie 'Geist'. Das klänge nicht so anatomisch-kratzend.

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