Was ist die Pragmatische Nützlichkeit, und wie gehen wir ihr auf den Grund?
Der Autor verfasst einen Text nicht einfach, damit ein paar Worte aneinander gehängt sind, er will dem Leser etwas vermitteln, er will, dass ein Nutzen aus dem Text hervor geht. Der direkte Nutzen des Textes ist also die Pragmatische Nützlichkeit.
Um die Pragmatische Nützlichkeit eines Textes ausfindig zu machen, gibt es drei verschiedene Textualitätsquellen: die Wahrnehmbarkeit, die Sprachlichkeit und die Vertrautheit.
Wahrnehmbarkeit
Die Wahrnehmbarkeit (Lektüresituation), weist uns noch vor dem Lesebeginn auf die Pragmatische Nützlichkeit hin. Sehen wir zum Beispiel eine Kaufquittung, erkennen wir aufgrund des Layouts, der Form und des Materials des Papiers sehr schnell, dass auf diesem Dokument Kaufgegenstände und deren Preise festgehalten sind.
Auch bei einem Grabstein wissen wir dank der Form, des Materials und der Umgebung, dass dies ein Grabstein ist, und müssen nicht zuerst lesen, wer wann gelebt hat und gestorben ist.
Sprachlichkeit
Die Sprachlichkeit (Grammatik und Lexikon) verrät uns die Pragmatische Nützlichkeit durch Hinweise im Text. So zum Beispiel in einer Werbung: "Ab dem 23.9 Aktion im Volg (…)". Wir wissen, dass dieser Text eine Werbung darstellt und uns berichten will, was im Volg ab dem 23.9 billiger zu haben ist.
Vertrautheit
Durch die Vertrautheit (Lektürekontext) ist es uns erst möglich einen Text überhaupt zu verstehen. Wir brauchen für jeden Text ein Hintergrundwissen. Das beginnt bereits bei der Sprache des Textes. Ist er auf Japanisch geschrieben und wir verstehen diese Sprache nicht, haben wir nur wenig Chancen die Pragmatische Nützlichkeit zu erfahren.
Wenn eine Person, die sich für Computer interessiert und viel darüber weiss, eine Computer-Zeitschrift liest, weiss sie um was es geht und kann daraus einen Nutzen ziehen. Einer Person die sich überhaupt nicht mit Computern auskennt, fehlt das nötige Hintergrundwissen für diesen Text, sie kann also keinen grossen Nutzen daraus ziehen.
Alle drei Textualitätsquellen sind miteinander verknüpft und führen zusammen zur Pragmatischen Nützlichkeit.
Sonntag, 30. August 2009
Samstag, 22. August 2009
Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren
Vor gut drei Wochen war ich auf der suche nach einem neuen Buch um mir die Langeweile zu vertreiben. Ich entschied mich für ein Buch namens "Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren". Dieses Buch verzauberte mich, weil nicht viel vom Leben im Harem wusste, und mich die Geschichte dieser Jungen Frau interessierte.
Hauptperson und gleichzeitig Schriftstellerin dieses Buches ist Choga Regina, ihre mutter stammte aus Deutschland, reisste dan nach Nigeria und wurde dort die 33. Frau von einem Herrn namens David. Kurz darauf gebärt sie Choga Regina, welche dann im Harem aufwächst.
Choga sieht lange Zeit nichts anderes als den Harem, findet das aber wunderbar und hat eine glückliche Kindheit. Erst als sie im Auftrag von David mit ihrer Mutter und zwei Tanten eine Farm auserhalb des Harems aufbaut erlebt sie eine andere Welt, die ihr wirklich gefällt.
Die detailierte Erzählung schlägt aber blad um, als Choga Regina gezwungen wird einen Mann zu heiraten der gut 20 Jahre älter ist als sie, und sie schreklich vergewaltigt und missbraucht. Nur mit Hilfe ihrer Mutter und Tanten schafft sie es zu fliehen, und sich erneut ein neues leben aufzubauen.
Sie wohnt bei einer Heilerin und gebärt dort das Kind ihres Vergewaltigers. Bald erfährt sie dass sie, sowie ihr Sohn und ihre Mutter HIV positiv ist, wovon sie bis anhin noch nie gehört hat.
Ich habe dieses Buch innert zwei Tagen gelesen, was keine sonderlich gute Idee war, denn das Buch hat mich sehr mitgenommen. Die Tatsache, dass so viele noch immer nichts von AIDS wissen, und dass es noch andere Menschen gibt, die ein Leben führen, so schwer und so katastrophal wie das von Choga Regina, finde ich tief erschütternd und gibt mir viel zu denken...
Mir ist natürlich bewusst, dass einiges in diesem Buch vieleicht nicht ganz der Wahrheit entspricht, aber es gibt viel zu viele Dinge, die genau so passieren wie im Buch beschrieben.
Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, es ist spannend, mitreissend und einleuchtend.
Hauptperson und gleichzeitig Schriftstellerin dieses Buches ist Choga Regina, ihre mutter stammte aus Deutschland, reisste dan nach Nigeria und wurde dort die 33. Frau von einem Herrn namens David. Kurz darauf gebärt sie Choga Regina, welche dann im Harem aufwächst.
Choga sieht lange Zeit nichts anderes als den Harem, findet das aber wunderbar und hat eine glückliche Kindheit. Erst als sie im Auftrag von David mit ihrer Mutter und zwei Tanten eine Farm auserhalb des Harems aufbaut erlebt sie eine andere Welt, die ihr wirklich gefällt.
Die detailierte Erzählung schlägt aber blad um, als Choga Regina gezwungen wird einen Mann zu heiraten der gut 20 Jahre älter ist als sie, und sie schreklich vergewaltigt und missbraucht. Nur mit Hilfe ihrer Mutter und Tanten schafft sie es zu fliehen, und sich erneut ein neues leben aufzubauen.
Sie wohnt bei einer Heilerin und gebärt dort das Kind ihres Vergewaltigers. Bald erfährt sie dass sie, sowie ihr Sohn und ihre Mutter HIV positiv ist, wovon sie bis anhin noch nie gehört hat.
Ich habe dieses Buch innert zwei Tagen gelesen, was keine sonderlich gute Idee war, denn das Buch hat mich sehr mitgenommen. Die Tatsache, dass so viele noch immer nichts von AIDS wissen, und dass es noch andere Menschen gibt, die ein Leben führen, so schwer und so katastrophal wie das von Choga Regina, finde ich tief erschütternd und gibt mir viel zu denken...
Mir ist natürlich bewusst, dass einiges in diesem Buch vieleicht nicht ganz der Wahrheit entspricht, aber es gibt viel zu viele Dinge, die genau so passieren wie im Buch beschrieben.
Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, es ist spannend, mitreissend und einleuchtend.
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