
Als Herr Lutz uns das Buch Nathan der Weise verteilte, hatte ich gemischte Gefühle. Zum einten freute ich mich einen neuen Schreibstil kennen zu lernen, und zum anderen erwartete ich dass mich dieses Buch langweilen würde. Weshalb ich diese negative Erwartung hatte kann ich nicht sagen, wahrscheinlich weil die welche das Buch bereits gelesen hatten lange Gesichter zogen und der zweite Grund war wohl, dass mich hinter solch gelben Buchdeckeln noch nie eine spannende Reise erwartete.
Gezwungener Massen begann ich, trotz all der Vorurteile, mit dem Lesen des Buches. Meine erste Erwartung bestätigte sich sofort: Etwas in diesem Schreibstil hatte ich noch nie zuvor gelesen. Die Gliederung und der Takt sind sehr Bemerkenswert. Trotz der neuen Erfahrung muss ich sagen, dass dies wohl nicht meine Lieblings Stilrichtung werden wird. Aber durch das alte Deutsch und die vielen Wörter die ich nicht kannte war ich gefordert. Ich musste mich nach fast jeder Seite fragen was ich jetzt wirklich gelesen hatte und ich musste mich konzentrieren dass ich den Faden nicht verliere.
Was mich fasziniert an diesem Buch ist, dass der Autor sehr viel Zeit darin investiert haben muss. Nicht nur die Geschichte selbst musste er kreieren, er setzte den ganzen Text in eine Theaterform mit einem Takt. Besonders auffallen ist das beim laut lesen. Wenn man das Buch für sich liest kann man einfach über die Zeilen hinweg lesen und diese Form einiger Massen „verdrängen“. Doch die Satzstellung bleibt die gleiche und macht den Text weniger leicht verständlich.
Ich selbst würde es nie schaffen einen Text in dieser Form zu schreiben da es für mich auch keinen Reiz hätte. Aber das dieser Autor so viel Zeit und Leidenschaft in dieses Buch gelegt hat fasziniert mich.
Fazit:
Das Buch hat auf jeden Fall meinen Horizont erweitert und mich auf eine gewisse Weise Fasziniert, aber wirklich Gefallen habe ich daran nicht gefunden.
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