Samstag, 24. März 2012

Prometheus uf Schwizerdütsch

Chum verdeck de Himmel mit Wulche
spil wie en Rotzgof wo Distle chöpft,
mit Eiche und Berggipfel.
Aber lah mer mini Wält stah,
mis Hüttl wo du kein Finger defür krümmt häsch,
und min Herd, wot eh nur nidisch druf bisch.

Ich känn nüt trurigers
under de Sunne we eu Götter
ihr, wo eus usnützed
und vo eusne Gebät läbed.
Ja easy Cheffe
Ihr wäred nüt ohni eus!

Wonich na es chind gsi bin
und nüme gwüsst han wie wiiter
hani schoklar in Himmel gluegt
i de Hoffnig, deet obe seg es Ohr
wo mir zuelost und es Herz wie mis
wo mich tröstet.

Wer hät mir gäg di übermüetige Titane ghulfe?
Wer hät mich
vorem verrecke grettet?
Vorem versklavt werde?
bisch das öpe du gsi Zeus?
Antstatt mir zhälfe bisch du am schlafe gsi!

Und jetzt söll ich dich ehre? für was?
Häsch du jeh mini schmerze glinderet
wänn mir alles zvil worde isch?
Häsch du jeh mini Träne tröchnet
wänn ich mich vor Angst verchroche han?

Schlussändlich hät mich
t Ziit und s Schicksal zume rächte Ma gmacht
und nöd du

Du wetsch doch nur,
dass ich s läbe hasse,
it Wüesti flüchte
nur wil hüt nöd das isch
was ich als chind dänkt es wird si?

Und jetzt hock ich da, kreiere Mänsche
so wies mir passt
Es gschlächt wo isch wie ich
wo so liide, brüele
gnüsse, freue
und dich verachte chan
wie ich.


Ich habe versucht, das Gedicht so zu schreiben, wie jemand es in meinem Alter vielleicht sagen würde. Da auch bei den deutschen Mundart Versionen viel geändert wurde, nahm ich mir die Freiheit einige Sätze ganz um zu schreiben und nur den Sinn zu bewahren.
Die Aufgabe viel mir nicht sehr schwer, ich merkte, dass es mir am besten gelingt, wenn ich mich nicht zu fest auf die original Version konzentriere, sondern zuerst eine Grobfassung auf Schweizerdeutsch schreibe, und dann an dieser weiter arbeite.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen